Aufnahme von Schenna und Meran an einem sonnigen Tag im Sommer Zwei Radfahrer ruhen sich auf einer Bank aus und zwei Fahrräder, die auf der Rückseite der Bank anlehnen Das Kurhaus Meran: Eine Konzerthalle am Ufer der Passer Mann und Frau blicken auf eine Tafel mit den Tagesgerichten vor einem Restaurant Spieler einer Musik-Band von Südtirol in typischen Kleidern Mann und Frau zu Fuß bergauf auf einem Weg

Urlaub im malerisch gelegenen Dorf Schenna

Das malerisch gelegene Dorf Schenna, 600 m.ü.d.M., oberhalb der Kurstadt Meran, lässt keine Urlaubswünsche offen. Schenna liegt auf dem Sonnenhügel oberhalb von Meran in Südtirol, eingebettet in Weinbergen und Obstwiesen - auf 600 Metern über dem Meeresspiegel. Das gesamte Gemeindegebiet von Schenna erstreckt sich über eine Fläche von 48 qkm und reicht von der Stadtgrenze Meran (300m) bis zu den beiden Hausbergen Hirzer (2.781m) und Ifinger (2.581 m).

Neben dem Ortskern (600m) umfasst das Dorf weitere 6 Ortsteile, die von 716 m bis 1.536 m reichen: Verdins, St. Georgen, Schennaberg, Videgg, Unter- und Obertall. Jeder Ortsteil entzückt durch seine charakteristische Schönheit.

Im Frühjahr zartes Blütenmeer, im Sommer Alpenrosenwiesen, im Herbst goldgelbe Täler und Hänge, im Winter weiße Berggipfel unter strahlend blauem Himmel. Schenna ist zu jeder Jahreszeit ein Naturschauspiel.

Wetter in Schenna

Die Lage am sonnigen, süd-west-geneigten Hang des Meraner Beckens begünstigt die klimatischen Verhältnisse in Schenna im Vergleich zu anderen Gebieten der näheren Umgebung nicht unerheblich. Die Gunst des Meraner Klimas liegt in der tiefen, durch die hohe Gebirgsumrahmung geschützten Lage des Etschtales. Schlechtwetter und Kaltlufteinbrüche haben daher kein leichtes Spiel.

Neben der Gebirgsgestaltung wirken sich jedoch auch die allgemeinen Witterungsverhältnisse der Alpensüdseite positiv auf das meist schöne und sonnige Wetter aus. So macht selbst im Winter die Besonnung zwischen 4 und 6 Stunden am Tag aus. Im Juni klettern die Sonnenstunden sogar auf 10 bis 13 Stunden täglich. Die milden Winter haben unsere Landschaft reichlich beschenkt. So wachsen hier Äpfel und Palmen, Fichte und Zypresse, Edelkastanie und Feigenbaum. In dieser sonnenreichsten Region Mitteleuropas hält der Frühling bereits sehr früh, der Winter hingegen reichlich spät Einzug.

Beliebter Ferienort in Südtirol – Schloss Schenna

Aus der ehemaligen bäuerlichen Landgemeinde hat sich in den letzten 50 Jahren einer der bedeutendsten Tourismusorte Südtirols entwickelt. Die bevorzugte Lage, das Klima, das vielfältige und qualitativ hochwertige Angebot an touristischen Einrichtungen, der persönliche Einsatz und die Betreuung der Gastgeber haben Schenna den Erfolg gebracht. Das Schloss Schenna wurde um 1350 erbaut und stellt eines der Wahrzeichen von Schenna dar.

Brauchtum und Tradition

In Schenna gehört das Brauchtum nicht zu den leidigen Pflichten, sondern ist geliebte und gelebte Tradition in der Alt und Jung gleichermaßen verwurzelt sind. So schlüpfen wir nicht nur zu feierlichen Umzügen in die altehrwürdige Tracht. Auch an einem ganz normalen Sonntag tragen Einheimische ihre bunte Tracht.

Für den Schenner ist es ehrlicher Ausdruck von Heimatverbundenheit und Gemeinschaftssinn- für den Urlaubsgast ein Bild der Harmonie und Originalität. Bei dem einen mag es Sehnsucht nach solch heiler Welt auslösen. Bei dem anderen nur amüsiertes Staunen über soviel Bodenständigkeit. Das ganze Jahr hindurch finden prächtige Umzüge, Prozessionen und Kirchtage statt.

In den ersten Jännertagen ziehen Ministranten in Königskostümen von Haus zu Haus; sie übermitteln Segenswünsche für Haus und Bewohner und bringen Weihrauch und Kreide. Bei dieser Gelegenheit sammeln sie für besondere Anliegen. 

Am Vorabend des Dreikönigstages oder auch am Abend desselben geht die Familie betend durchs Haus, beräuchert alle Räume und sprengt Weihwasser. An die Haustür wird mit Kreide der Segenswunsch: C + M + B für Christus mansionem benedicat / Christus segne dieses Haus und die Jahreszahl geschrieben.

Am 17. Jänner ist Markttag; an diesem Tag treffen sich vor allem Bauern, um bei dem einen oder anderen Stand einzukaufen oder dies und jenes zu besprechen. Vieh wird heute kaum mehr angeboten.

Mitte Februar wird mit einem feierlichen Kirchgang der Schützen, Musikkapelle,  Feuerwehren und Frontkämpfer das Gedenken an den Todestag Andreas Hofers und seiner Mitstreiter begangen.

Alle zwei Jahre im März bekommen die Kinder der 1. und 2. Mittelschule die Firmung. Sie versammeln sich mit ihren Paten auf dem Dorfplatz und ziehen, begleitet von der Musikkapelle, in ihrer Burggräfler Tracht zur Kirche.

Am Palmsonntag bringen Buben ihre Palmbesen zur Kirche. Nach dem Gottesdienst werden diese "Besen", angefertigt aus Palmkätzchen- und Wacholderzweigen, von Haus zu Haus getragen und verkauft

Zu Ostern ist das Verstecken der Ostereier und der kleinen Geschenke besonders für Kinder ein Erlebnis.

Am Sonntag nach Ostern ist Weißer Sonntag. Die Mädchen und Buben der 2. Klasse Grundschule ziehen in Tracht mit der Musikkapelle zur Erstkommunion in die Kirche.

Die festliche Prozession am Fronleichnamstag ist ein besonderer Höhepunkt im Kirchenjahr.

Am Herz-Jesu-Sonntag wird mit der kleinen Prozession, dem Aushängen der Tiroler Fahnen und dem Abbrennen der Bergfeuer auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1797 erinnert, das Tirol vor dem Zugriff der Franzosen verschonen sollte.

Am 5. August pilgern Schenner und Haflinger zu der in 2150 m Höhe gelegenen St.-Oswald-Kapelle in Meran 2000 unterhalb des Ifinger und beten um gutes Wetter.

Am 20. August findet seit kurzem wieder der Schenner Sommermarkt statt. Ein buntes Treiben zieht sich durch Verkaufsstände, Handwerks- und Gastronomiebuden.

Am letzten Sonntag im Oktober tragen Kinder kleine Körbe mit Obst in die schön geschmückte Kirche. Im feierlichen Gottesdienst wird für die gute Ernte gedankt.